Biodynamik

Biologisch-Dynamisch

Der Kirchhof wird nach den Grundsätzen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft betrieben. Er gehört demeter e.V. als Mitglied an. Was ist das Besondere? Der u.a.Text ist zitiert von demeter.de

Präparate

Wie Kuhmist im Kuhhorn für fruchtbare Böden sorgt.

Seit Jahrhunderten leben wir Menschen von dem, was der Boden hergibt. Wir sind auf seine Fruchtbarkeit angewiesen. Höchste Zeit also, dass wir ihm etwas zurückgeben. Mit der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise arbeiten Demeter-Bauern seit über 80 Jahren genau daran. Zum Beispiel mit den bio-dynamischen Präparaten, die sie selbst herstellen. Aus Baldrian, Kamille, Eichenrinde, fein zerriebenen Quarzkristallen, Schafgarbe oder einem Kuhhorn, das – mit Kuhdung gefüllt – im Frühherbst vergraben wird. Dieses Hornmist-Präparat wird im Frühjahr aus dem Horn geschabt und mit Wasser verrührt. Dynamisieren nennt Demeter das. Auf diese Weise lassen sich die gesammelten kosmischen Kräfte des Präparats unmittelbar auf das Wasser übertragen. Und das bringen die Bauern als feinen Sprühregen auf die Nutzflächen aus. Es wirkt dann wie in der Homöopathie energetisch auf Boden und Pflanzen.

Das Ergebnis, wissenschaftlich erforscht: Durch die Biologisch-Dynamischen Präparate wird der Boden immer lebendiger. Seine Humusschicht wächst, die Pflanzen werden kräftiger. Demeter-Landwirte geben so der Natur mehr zurück, als sie ihr nehmen. Der Boden wird fruchtbarer, wird gefördert und sogar geheilt. Damit er uns und die folgenden Generationen auch in den nächsten Jahrhunderten richtig ernähren kann.

So wachsen Lebensmittel, die Körper, Seele und Geist nähren.

Hoforganismus

Warum man Respekt schmecken kann.

Demeter-Höfe sind Bauernhöfe fast so wie aus dem Bilderbuch. Mit Tieren, Wiesen, Feldern, Mister und Melker, Ackerbauern und Gärtner. Und mit modernen Maschinen, hilfreicher Technik, optimierten Arbeitsabläufen. Demeter-Bauern halten zum Beispiel so viele Kühe, wie es zu ihrem Land passt. Denn diese bieten mit ihrem Mist genau den wertvollen Dünger, der gebraucht wird, um das Land fruchtbar zu halten. Und sie bekommen das auf dem Hof gewonnene Futter und liefern dafür wertvolle Lebensmittel.

So gestaltet der Demeter-Bauer mit Leib und Seele seinen Hof als einen lebendigen Organismus. Dabei begreift er sich selbst als einen Teil der belebten Natur, die er verstehen und deren Kräfte er entwickeln will. Geprägt vom tiefen Respekt vor Lebensprozessen, natürlichen Wachstumskräften, Lebendigkeit des Bodens, ganzheitlichem Wesen von Pflanze und Tier.

Saatgutzüchtung

Von Talenten, die einem Samenkorn in die Wiege gelegt werden.

Talent hat man, oder man hat es nicht, sagt eine Redensart. Es wird einem förmlich in die Wiege gelegt. Ähnlich ist es bei Demeter-Getreide. Auch da kommt es darauf an, was ihm in die Wiege gelegt wird. Deshalb beginnt die bio-dynamische Landwirtschaft nicht erst mit der Aussaat. Sondern mit der Züchtung von eigenen Sorten für das Saatgut. Kulturpflanzen als jahrtausendealtes Erbe unserer Vorfahren züchten Demeter-Bauern weiter, gestalten neue Sorten – eigenständige Alternativen zu gentechnologischen Methoden.

Demeter-Pflanzen entwickeln sich im Einklang mit der Natur, eingebunden in biologische und kosmische Rhythmen und die sorgsame Beobachtung des Züchters. Er handelt aus dem Verständnis des Lebendigen, wahrt die Integrität der Getreidepflanzen als Ganzes und nutzt ihre vielfältigen Möglichkeiten.

Das Ergebnis ist Getreide mit vielen Talenten – samenfest, mit gutem Geschmack und gesunder Vitalität. Lebensmittel, die Körper, Seele und Geist nähren

Ist das Tier gesund, freut sich der Mensch

Beziehung ist ein Schlüsselwort für die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise. Es umfasst nicht nur das gemeinschaftliche Handeln oder den respektvollen Umgang mit pflegebedürftigen Menschen, die in Lebensgemeinschaften auf vielen Höfen ihren Platz finden, sondern meint auch die wesensgemäße Tierhaltung. In liebevoller Verantwortung für unsere Haustiere bekommen Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe und Ziegen, aber auch Bienen artgerechte Ställe, Bewegung, frische Luft und achtsame Zuwendung. Sie danken es mit Vitalität, guter Fruchtbarkeit und gesunden, wohlschmeckenden Lebensmitteln.

Demeter-Betriebe sind ohne Tierhaltung nicht denkbar. Tiere, vor allem die Kühe, spielen eine zentrale Rolle in der betrieblichen Individualität des Hoforganismus. Die Kühe auf Demeter-Betrieben haben Hörner, das schmerzhafte Enthornen wird nicht praktiziert. Als wichtige lebendige Organe haben die Hörner Einfluß auf den Kräftehaushalt der Tiere und vor allem auf die Verdauungsleistung. So liefern sie ausgewogenen Dünger, der den Boden belebt und fruchtbar hält. Ihr Futter wird selbst erzeugt oder von anderen Demeter-Betrieben dazugekauft. Tiermehle, Zusatzstoffe und vorbeugende Medikamente wie Antibiotika oder Hormone sind tabu. Für den letzten Gang des Tieres, das dem Menschen als Nahrung dienen soll, gebieten ethische Einsicht und moralische Verantwortung, dass Angst, Stress, Durst und Schmerzen vermieden werden - auch das regeln die Demeter-Tierhaltungs-Richtlinien.

Hörner

Warum man an den Hörnern erkennen kann, wie gut die Milch ist.

An Demeter-Kühen ist etwas ganz Besonderes dran. Darauf sind Demeter-Bauern stolz, auch wenn es nicht ihr Verdienst ist. Denn die Hörner der Kühe wachsen von allein. Alles, was die bio-dynamisch arbeitenden Landwirte tun: Sie verzichten auf das sonst übliche, schmerzhafte Enthornen. Denn in der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise werden Tiere nicht nur artgerecht, sondern wesensgemäß gehalten. Demeter respektiert die Natur der Tiere. Der Erfolg: Kühe mit Hörnern geben vollwertige Milch. Sie wird oft selbst von Allergikern vertragen.